Unternehmensneugründungen

2009 wurden insgesamt 28.015 neue Unternehmen mit 67.055 Beschäftigten gegründet, was einer Neugründungsrate von 6.9% entspricht. Gegenüber dem Vorjahr (2008) kann somit ein Anstieg der Gründungsintensität beobachtet werden – die Neugründungsrate betrug hier 6,6%.

Hinsichtlich der durch Neugründungen ausgelösten Beschäftigungseffekte wurden 2009 durchschnittlich 2,4 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) pro neu gegründetem Unternehmen geschaffen. Die höchste Beschäftigtenzahl pro Neugründung wiesen die Wirtschaftsbereiche „Bergbau“ (5,2), „Beherbergung und Gastronomie“ (3,7) sowie „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (3,2) auf.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, war die Neugründungsrate 2009 im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008-Abschnitte G-S, ohne 64.2 „Beteiligungsgesellschaften“) im Durchschnitt erwartungsgemäß höher (7,5%) als im Produzierenden Bereich (Abschnitte B-F: 5,8%). Auf Ebene der einzelnen Abschnitte waren hohe Anteile an Neugründungen in den Wirtschaftsbereichen „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (10,6%), „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (8,1%), sowie „Verkehr“ bzw. „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (je 8,0%) zu verzeichnen. Die niedrigsten Neugründungsraten lagen in den Wirtschaftsbereichen „Herstellung von Waren“ (4,1%) und „Bergbau“ (4,9%) vor. In absoluten Zahlen fanden sich die meisten Neugründungen in den Branchen „Handel“ (5.355), „Freiberufliche/technische Dienstleistungen“ (5.147) und „Beherbergung und Gastronomie“ (3.579) wieder.

Eine Auswertung der Neugründungen nach Rechtsform zeigt, dass die Mehrheit (68,7%) der im Berichtsjahr 2009 neu gegründeten Unternehmen Einzelunternehmen waren (19.205). 4.867 (17,4%) waren Kapitalgesellschaften, weniger häufig wurden neue Unternehmen in Form von Personengesellschaften und anderer Rechtsformen (3.898 bzw. 13,9%) gegründet. Die Neugründungsrate war bei den Einzelunternehmen mit 7,2% am höchsten (Kapitalgesellschaften: 6,1%, Personengesellschaften und andere Rechtsformen: 6,8%). Es wurden gleich viele Arbeitsplätze pro neu gegründetem Unternehmen bei Kapitalgesellschaften bzw. bei Personengesellschaften und anderen Rechtsformen geschaffen, nämlich durchschnittlich 3,5. Bei Einzelunternehmen lag die durchschnittliche Beschäftigtenzahl pro Neugründung bei 1,9.

Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklasse spiegeln die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen Wirtschaft wieder: Mehr als die Hälfte der neu gegründeten Unternehmen (51,2%) wurde 2009 mit 0 unselbständig Beschäftigten gegründet. Weitere 41,1% der Neugründungen hatten zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigte bei der Gründung; nur 5,1% bzw. 2,6% wurden mit zwischen 5 und 9 bzw. mit 10 und mehr unselbständig Beschäftigten gegründet. Beim Unternehmensbestand hingegen dominierten Unternehmen mit zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigten (41,4%), erst an zweiter Stelle folgen jene mit keinen unselbstständig Beschäftigten (37,7%).

Im Bundesländervergleich hatte Wien 2009 mit 23,1% den größten Anteil an Unternehmensneugründungen. Das zweitstärkste Gründungsgeschehen war in Niederösterreich (17,0%) und das drittstärkste in der Steiermark (14,8%) zu verzeichnen. Gemessen am Anteil der aktiven Unternehmen waren die Neugründungsraten in den Bundesländern Steiermark (7,5%), Niederösterreich (7,4%) und Burgenland (7,3%) höher als im Durchschnitt. Niedrigere Neugründungsraten entfielen auf die Bundesländer Wien und Kärnten (je 6,5%).

Die Ergebnisse nach Geschlecht (nur bei Einzelunternehmen) zeigen, dass sich 63,7% der neu gegründeten Einzelunternehmen im Jahr 2009 in männlicher Eigentümerhand befanden. Die Gründungrate bei von Frauen gegründeten Unternehmen lag jedoch mit 9,2% höher als diejenige der von Männern gegründeten Einzelfirmen (6,4%).

Entwicklung der Neugründungen im Zeitverlauf (2004 bis 2009) 

Die Anzahl der Neugründungen ging von 2004 auf 2009 um 2,0% zurück. Die wenigsten Neugründungen fanden im Wirtschaftskrisenjahr 2008 (26.330) statt; die höchste Neugründungszahl wurde im Jahr 2005 (29.608) erreicht. Vergleicht man die Entwicklung in diesem fünfjährigen Beobachtungszeitraum nach Wirtschaftsbereichen, können Zuwächse an Neugründungen in folgenden Branchen beobachtet werden: „Bergbau“ (+58,3%), „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (+35,9%), „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+32,3%) sowie „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (+16,7%). Im Bereich „Energieversorgung“ (-26,9%) hingegen war der stärkste Rückgang zu verzeichnen. Was die Verteilung der Neugründungen nach Rechtsform betrifft, zeigt sich, dass die als Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaften (und andere Rechtsformen) gegründeten neuen Unternehmen über die Jahre zurückgingen (-6,6% bzw. -8,3%), während die Anzahl der neu gegründeten Kapitalgesellschaften im Durchschnitt stark anstieg (+30,2%). Nach Beschäftigtengrößenklasse ergab sich bei Neugründungen mit 0 unselbständig Beschäftigten im Berichtszeitraum ein Rückgang von 13,0%, während die Anzahl der Neugründungen mit 1 bis 4 bzw. mit 5 bis 9 unselbständig Beschäftigten deutlich anstieg (+14,2% bzw. +10,6%). Bei neu gegründeten Unternehmen mit 10 und mehr unselbstständig Beschäftigten war von 2004 auf 2009 nur ein geringer Anstieg bemerkbar (+0,3%). Im Bundesländervergleich wiesen Salzburg (+8,7%), Tirol (+4,1%) und Oberösterreich (+3,5%) im Zeitverlauf die stärksten Zuwächse bei Neugründungen auf, während in Wien (-13,1%), Kärnten (-2,8%) oder Vorarlberg (-2,5%) weniger Unternehmen gegründet wurden. Nach dem Geschlecht (bei Einzelunternehmen) betrachtet, sank die Anzahl der durch Männer gegründeten Einzelunternehmen im Zeitverlauf um 11,9%, während jene der Frauen-Gründungen um 4,4% zulegte.

    
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Unternehmensneugründungen 2009 - Hauptergebnisse nach BeschäftigtengrößenklasseHTMLPDFXLSX
Unternehmensneugründungen 2009 - Hauptergebnisse nach BundeslandHTMLPDFXLSX
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Unternehmensneugründungen 2004-2009HTMLPDFXLSX
Unternehmensneugründungen 2004-2009 nach RechtsformHTMLPDFXLSX
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Anteile der Neugründungen nach Rechtsformgruppen 2004 bis 2009

Anteile der Neugründungen nach Beschäftigtengrößenklassen 2004 bis 2009

Unternehmensbestand vs. Neugründungen 2009 nach Rechformgruppen

Unternehmensbestand vs. Neugründungen 2009 nach Beschäftigtengrößenklassen

Unternehmensbestand vs. Neugründungen 2009 nach Bundesländern


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