Detailergebnisse Produktion, Bauwesen

Die 59.052 Unternehmen im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) erzielten im Berichtsjahr 2009 mit insgesamt 932.620 selbständig und unselbständig Beschäftigten Umsatzerlöse in der Höhe von 217,1 Mrd. Euro. Daraus ergaben sich ein Produktionswert von 206,8 Mrd. Euro und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 63,2 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die 892.005 unselbständig Beschäftigten betrug 40,8 Mrd. Euro, das Investitionsvolumen erreichte 9,9 Mrd. Euro.

Die Leistungs- und Strukturstatistik erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Des Weiteren werden wichtige Basisdaten zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes im Rahmen der Volkswirtschaftlichen und Regionalen Gesamtrechnung, für Input-Output-Tabellen sowie für Wirtschaftsprognosen zur Verfügung gestellt.

Ab dem Berichtsjahr 2008 wird die Leistungs- und Strukturstatistik auf Grundlage der revidierten Wirtschaftszweigklassifikation ÖNACE 2008, welche die ÖNACE 2003 abgelöst hat, erstellt. Diese Umstellung bringt nicht nur eine Erweiterung des Erfassungsbereichs, sondern auch methodische und konzeptionelle Adaptierungen mit sich, die einen Vergleich mit den vorangegangenen Berichtsjahren nur bedingt zulassen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich „Herstellung von Waren“ (Abschnitt C der ÖNACE 2008), in dem im Berichtsjahr 2009 mit 25.319 mehr als zwei Fünftel (42,9%) der Unternehmen des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten mit rund zwei Drittel (606.526 bzw. 65,0%) aller selbständig und unselbständig Beschäftigten und einem Volumen von 143,4 Mrd. Euro 66,1% der gesamten Umsatzerlöse. Der Anteil am Produktionswert, an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten und am Investitionsvolumen betrug mit 133,7 Mrd. Euro, 41,2 Mrd. Euro bzw. 6,0 Mrd. Euro ebenfalls je rund zwei Drittel (64,7%, 65,2% bzw. 60,7%).

Im Abschnitt „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ (Abschnitt B der ÖNACE 2008) waren 0,6% der Unternehmen tätig, in denen 0,7% der gesamten Beschäftigten arbeiteten. Diese erzielten 0,9% der Umsatzerlöse und 1,0% des Produktionswerts.

In der „Energieversorgung“ (Abschnitt D der ÖNACE 2008) waren im vorliegenden Erhebungsjahr 2,7% der Unternehmen tätig. Diese erzielten mit 3,0% der Beschäftigten jedoch 13,7% des gesamten Produktionswerts und 8,4% der gesamten Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten. Die Bruttoinvestitionen betrugen hier rund ein Fünftel (20,1%) des gesamten Investitionsvolumens.

Im Bereich „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ (Abschnitt E der ÖNACE 2008), der 3,3% der Unternehmen und 1,9% der Beschäftigten stellte, wurde lediglich 1,6% bzw. 2,5% des gesamten Produktionswerts bzw. der gesamten Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten erwirtschaftet.

Die 29.878 Unternehmen des Abschnitts „Bau“ (Abschnitt F der ÖNACE 2008), das entsprach einem Anteil von 50,6%, erwirtschafteten mit 39,6 Mrd. Euro bzw. 39,4 Mrd. Euro knapp ein Fünftel (18,3% bzw. 19,0%) der Umsatzerlöse bzw. des Produktionswerts sowie mit 14,2 Mrd. Euro 22,4% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten des gesamten Produzierenden Bereichs. Der Investitionsanteil dieses Bereichs betrug allerdings lediglich 10,4%.

Die österreichischen Unternehmen des Produzierenden Bereichs beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2009 etwa 16 Mitarbeiter. Dabei wurden für jeden unselbständig Beschäftigten durchschnittlich 45.700 Euro aufgewendet. Der Produktionswert pro Unternehmen betrug durchschnittlich 3,5 Mio. Euro. Jeder Beschäftigte erbrachte im Durchschnitt einen Produktionswert von 246.000 Euro und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 75.000 Euro.

In der regionalen Gliederung dominierten naturgemäß die vier nach Einwohnerzahl größten Bundesländer. Mit 10.728 und somit einem Anteil von 18,2% entfielen die meisten Unternehmen auf Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich mit einem Anteil von 18,0%, das aber mit 216.113 (23,2%) die meisten Beschäftigten aufwies. Die anteilig höchsten Produktionswerte erzielten Oberösterreich und Wien mit 23,0% bzw. 20,1% (47,6 Mrd. Euro bzw. 41,5 Mrd. Euro). Niederösterreich und die Steiermark trugen mit 16,5% bzw. 14,8% aller Beschäftigten 16,8% bzw. 13,3% zum Gesamtproduktionswert bei. Die höchste Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten wurde mit 14,8 Mrd. Euro und somit einem Anteil von knapp einem Viertel (23,4%) ebenfalls für Oberösterreich, gefolgt von Wien und Niederösterreich mit Anteilen von 17,8% bzw. 15,5%, ermittelt. Den höchsten Bruttobetriebsüberschuss erzielten mit 5,3 Mrd. Euro bzw. 3,9 Mrd. Euro Oberösterreich und Wien. Die höchsten Bruttoinvestitionen wurden mit 2,2 Mrd. Euro bzw. 1,8 Mrd. Euro ebenfalls von den oberösterreichischen und Wiener Unternehmen getätigt. In Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten und im Burgenland lag das Investitionsvolumen jeweils unter einer Milliarde Euro.

Die Ergebnisse der wichtigsten Indikatoren nach Beschäftigtengrößenklassen geben das zahlenmäßige Übergewicht der Klein- und Kleinstunternehmen im Produzierenden Bereich wieder. Für das Berichtsjahr 2009 zeigte sich, dass rund drei Viertel der Unternehmen (45.608 bzw. 77,2%) mit weniger als zehn (selbständig und unselbständig) Beschäftigten tätig waren. Die Unternehmen in dieser Beschäftigtengrößenklasse konnten mit insgesamt 132.594 Beschäftigten (14,2%) Umsatzerlöse in der Höhe von 20,8 Mrd. Euro (9,6%) erzielen. Daraus errechneten sich ein Produktionswert und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 20,0 Mrd. Euro bzw. 5,8 Mrd. Euro. Das entsprach einem Anteil am Produktionswert bzw. an der Wertschöpfung von 9,7% bzw. 9,2%. Hingegen hatten nur 556 Unternehmen (0,9%) 250 und mehr Beschäftigte. In diesen Unternehmen war jedoch mit 360.449 fast zwei Fünftel (38,6%) aller Beschäftigten tätig. Der Anteil dieser Unternehmen an den Umsatzerlösen betrug 50,8%, am Produktionswert 51,1% und an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 51,5%. Von diesen Großunternehmen wurden auch rund drei Fünftel (6,0 Mrd. Euro bzw. 60,7%) der gesamten Investitionen getätigt.

Neben den Ergebnissen auf Unternehmensebene sind Betriebsergebnisse in der Gliederung Gesamtösterreich und Bundesländer verfügbar. Die 59.729 Betriebe des Produzierenden Bereichs (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) erzielten im Berichtsjahr 2009 mit 934.010 selbständig und unselbständig Beschäftigten Betriebserlöse in der Höhe von 218,4 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen auf Betriebsebene betrug 9,5 Mrd. Euro.

Die regionalen Ergebnisse für die Hauptindikatoren auf Betriebsebene zeigten ein ähnliches Bild wie auf Unternehmensebene. Wie bei den Unternehmen wurden in Niederösterreich mit 18,1%, Oberösterreich mit 18,0%, der Steiermark mit 14,6% und Wien mit 13,9% die meisten Produktionsbetriebe mit den größten Beschäftigtenanteilen (Oberösterreich 23,5%, Niederösterreich 17,1%, Steiermark 15,7% und Wien 13,3%) ermittelt. Mit 51,0 Mrd. Euro und somit einem Anteil von 23,3% konnten die oberösterreichischen Betriebe die höchsten Betriebserlöse erwirtschaften, gefolgt von den Betrieben in Niederösterreich mit 40,1 Mrd. Euro (18,3%), Wien mit 39,4 Mrd. Euro (18,0%) und der Steiermark mit 30,4 Mrd. Euro (13,9%). Die höchsten Bruttoinvestitionen in Sachanlagen verzeichnete mit 2,4 Mrd. Euro und somit einem Anteil von 25,1% ebenfalls Oberösterreich, gefolgt von Niederösterreich, der Steiermark und Wien mit anteilig 17,9%, 15,5% bzw. 13,0%. Somit waren in diesen vier großen Bundesländern rund zwei Drittel (38.605 bzw. 64,6%) der Betriebe des gesamten Produzierenden Bereichs tätig. Diese erzielten mit 650.531 (69,6%) Beschäftigten rund drei Viertel (160,8 Mrd. Euro bzw. 73,6%) der gesamten Betriebserlöse und tätigten mit 6,8 Mrd. Euro auch 71,5% der gesamten Bruttoinvestitionen in Sachanlagen.

Im Rahmen der Leistungs- und Strukturstatistik 2009 im Produzierenden Bereich wurden auch die Beschäftigten im Jahresdurchschnitt, die Löhne und Gehälter sowie die Bruttoinvestitionen in Sachanlagen auf Arbeitsstättenebene erhoben, wobei 70.054 Arbeitsstätten (örtliche Einheiten) erfasst wurden.

Zusätzliche Erläuterungen und methodische Beschreibungen zur Leistungs- und Strukturstatistik im Produzierenden Bereich entnehmen Sie bitte unseren „weiterführenden Informationen“.

Hinweis

Die Verordnung (EG) Nr. 295/2008 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2008 über die strukturelle Unternehmensstatistik (Neufassung) regelt seit dem Berichtsjahr 2008 u.a. die Erstellung struktureller Unternehmensstatistiken auf europäischer Ebene nach der neuen Klassifikation für wirtschaftliche Tätigkeiten NACE Rev. 2.

Die neue EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik ist auch die Grundlage für die Sammlung von Informationen über alle marktwirtschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der jährlichen Leistungs- und Strukturstatistik für die Abschnitte B bis N sowie die Abteilung 95 der ÖNACE 2008 ab dem Berichtsjahr 2008.

Ein Vergleich der Daten, die in den Berichtsjahren von 2003 bis 2007 nach der ÖNACE 2003 veröffentlicht wurden, ist mit Einführung der ÖNACE 2008 nur mehr bedingt möglich, da sich der Erfassungsbereich erweitert hat bzw. sich die Wirtschaftsbereiche verschoben haben. Gleichzeitig mit der Umstellung wurden auch geringfügige methodische und konzeptionelle Adaptierungen in der Leistungs- und Strukturstatistik vorgenommen. Weitere Informationen zu den Änderungen sowie eine Konversionsmatrix, welche mittels Konversionskoeffizienten eine Umrechnung der Ergebnisse nach der ÖNACE 2008 auf die ÖNACE 2003 für die wichtigsten Hauptmerkmale der Leistungs- und Strukturstatistik ermöglicht, sind ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht.

Bereichsspezifische Ergebnisse und weitere methodische Hintergrundinformation zur Leistungs- und Strukturstatistik 2009 für den Dienstleistungsbereich (Abschnitte G bis N und Abteilung 95 der ÖNACE 2008) finden Sie unter Detailergebnisse „Handel, Dienstleistungen“.

    
  • Tabelle(n)
  • Stat. Datenbanken
  • Dokumentationen
  • Publikationen
  • Allgemeine Auskünfte
Ergebnisse im Überblick: Leistungs- und Strukturstatistik 2009 - Produzierender BereichHTMLPDFXLSX
Leistungs- und Strukturstatistik 2010 - Produzierender Bereich - Vorläufige ErgebnisseHTMLPDFXLSX
Hauptergebnisse der Unternehmen 2009PDFXLSX
Hauptergebnisse der Unternehmen 2008PDFXLSX
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Hauptergebnisse der Unternehmen 2008 nach BeschäftigtengrößenklassenPDFXLS
Hauptergebnisse der Betriebe 2009PDFXLSX
Hauptergebnisse der Betriebe 2008PDFXLS
Arbeitsstättenergebnisse 2009PDFXLSX
Arbeitsstättenergebnisse 2008PDFXLS


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