Die Zahl der Gäste (= Ankünfte) erreichte ein erhebliches
Plus von 3,7% (34,6 Mio.), wobei jene der Inländerinnen und Inländer
um 2,0% (11,6 Mio.) zulegen konnte und jene der ausländischen Gäste
um 4,6% (23,0 Mio.). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank von 3,7 Nächten in
der Vorjahressaison auf 3,6 Nächte.
Nachstehend finden Sie die aktuellen monatlichen
und saisonalen Ergebnisse der Ankunfts- und Nächtigungsstatistik. Ältere
Ergebnisse können im Archiv
abgerufen werden.
Bei Gästen aus den wichtigsten Herkunftsländern Deutschland und den Niederlanden waren Nächtigungsrückgänge
festzustellen: Deutschland verzeichnete weniger Nächtigungen (47,4 Mio.:
-1,6%) als noch im Vorjahr, auch die Niederlande mussten Verluste von
1,9% (8,9 Mio.) hinnehmen. Auch bei Gästenächtigungen anderer wichtiger
Herkunftsländer waren im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge zu erkennen,
so bei Gästen aus Großbritannien (-4,6%), aus Italien (-0,2%), aus Dänemark
(-3,3%), aus den USA (-3,2%) oder aus Schweden (-1,1%). Dennoch konnten
diese Nächtigungseinbußen von Gästen anderer wichtiger Herkunftsmärkte
kompensiert werden, so von Gästen aus der Schweiz (+12,6%), aus Frankreich
(+2,7%) oder aus Belgien (+4,1%). Überdurchschnittliche Zuwächse erreichten
die Nächtigungen von Gästen aus Ländern des zentral- und osteuropäischen
Raums (CEE), wobei insbesondere Gäste aus Russland deutlich häufiger
nächtigten als noch im Jahr 2010 (+25,6%), ebenso Gäste aus der Tschechischen
Republik (+5,4%), aus Polen (+6,7%), aus Ungarn (+5,8%) oder aus Rumänien
(+3,7%).
Die Zahl der Nächtigungen in Hotels und ähnlichen
Betrieben entwickelte sich positiv: 5-/4-Stern-Betriebe (+1,8%) konnten
die höchsten relativen Zunahmen erzielen, 3-Stern-Hotels erreichten Zunahmen
von 1,2%. Einem langjährigen Trend folgend reduzierte sich die Zahl
der Nächtigungen in 2-/1-Stern-Betrieben (-1,5%) und in Privatquartieren
(-3,9%). Nächtigungen in privaten Ferienhäusern bzw. -wohnungen blieben
weitgehend unverändert (-0,1%). Die insgesamt positive Übernachtungsentwicklung
im Jahr 2011 bewirkte in fast allen Bundesländern – außer Tirol und
Vorarlberg (-0,2% bzw. -2,4%) - positive Nächtigungsergebnisse. Die stärkste
Zunahme wurde in Wien mit 5,0% festgestellt.
Im Winterhalbjahr 2010/2011 wurden 62,1 Mio. Nächtigungen gemeldet.
Gegenüber der Saison 2009/10 entspricht dies einer Abnahme von 1,0%,
wobei die negative Entwicklung auf den Rückgang der ausländischen
Gästenächtigungen (47,2 Mio.; -1,3%) zurückzuführen ist; die inländischen
Gästenächtigungen verfehlten mit 14,9 Mio. das Rekordergebnis 2009/10
nur um rd. 13.000 Nächtigungen. Unter den ausländischen Gästenächtigungen
fiel der Rückgang beim wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland mit 5,7%
auf 23,5 Mio. besonders deutlich aus; auch Gäste aus den Niederlanden
und Großbritannien nächtigten weniger in Österreich (-0,6% bzw. -2,6%).
Gäste aus der Schweiz und den USA nächtigten wieder deutlich häufiger
als noch in der Vorjahressaison (+12,6% bzw. 13,0%). Nach Unterkunftsarten
verzeichneten 5-/4-Stern gegenüber der Wintersaison 2009/10 ein leichtes
Nächtigungsplus von 0,9%, 3- bzw. 2-/1-Stern-Betrieben wurden Nächtigungsrückgänge
gemeldet (-0,5% bzw. -4,3%). Entsprechend dem Trend der vergangenen Jahre
betrugen in den Privatquartieren und in privaten Ferienhäusern bzw.
-wohnungen die Abnahmen -7,4% bzw. -1,8%.
Für die Sommersaison 2011 wurden rund 64,0 Mio. Nächtigungen gemeldet, dies gegenüber Sommer 2010
eine Nächtigungszunahme von 2,4% bedeutet. Die Zunahme insgesamt ist
vor allem auf Nächtigungssteigerungen bei den ausländischen Gästen
zurückzuführen, die um 3,2% auf 43,7 Mio. zulegten. Die Zahl der inländischen
Gästenächtigungen stieg um 0,8% auf 20,3 Mio. und erreichte damit ein
neues Rekordniveau und übertraf – wie im Sommer 2010 (20,2 Mio.) –
neuerlich die 20-Mio-Marke. Vor allem der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland
trug mit 24,0 Mio. Übernachtungen (+2,6%) positiv zum Nächtigungsergebnis
bei (55,1% der Ausländernächtigungen entfallen auf die deutschen Gäste).
Positiv entwickelten sich auch weitere wichtige Herkunftsmärkte wie
die Schweiz (+10,8%) und Märkte des zentral- und osteuropäischen Raums:
Tschechische Republik mit +12,8%, Ungarn mit +18,5%, Russland mit +30,6%,
Polen mit +25,8% oder Rumänien mit +4,2%. Der zweitwichtigste Herkunftsmarkt,
die Niederlande, entwickelte sich rückläufig (-1,4%). 3-Stern-Betriebe
erzielten einen höheren Nächtigungszuwachs von +2,8%, auch das Nächtigungsaufkommen
in 5-/4-Stern-Betrieben war mit +2,2% positiv. In den Privatquartieren
wurde ein Minus von 1,7% verzeichnet, in privaten Ferienwohnungen und
-häusern hingegen ein Plus von 2,4%.