Warenkorb und Gewichtung

Mit Jahresbeginn 2011 wurde zum achten Mal seit 1945 die Indexreihe dem aktuellen Konsum der Bevölkerung angepasst. Der bisherige "Verbraucherpreisindex 2005" wurde durch eine Reihe auf Basis 2010 ersetzt; die Bezeichnung der neuen Reihe lautet daher "Verbraucherpreisindex 2010" (VPI 2010).

Bestimmend für die Struktur des jeweiligen Verbraucherpreisindex sind der Warenkorb (Auswahl der Indexpositionen) und dessen Gewichtung (prozentueller Anteil der einzelnen Indexpositionen an den Gesamtausgaben des Durchschnittshaushalts).

Die Auswahl der in die Preiserhebung einbezogenen Waren und Dienstleistungen (Indexpositionen) soll ein durchschnittliches Verbrauchsverhalten repräsentieren. Deren Anzahl bestimmt die Komplexität der Preiserhebung und die Detailtiefe der verfügbaren Auswertungen. Die Zahl der repräsentativen Indexpositionen erhöhte sich von 197 Gütern im VPI 1958 auf 791 Waren und Dienstleistungen im neuen VPI 2010.

Grundlagen für die Gewichtung des VPI / HVPI waren die Konsumerhebung 2009/2010 sowie die Daten über den privaten Konsum der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Jahr 2009. Die Waren und Dienstleistungen des Warenkorbes wurden nach dem Verwendungszweck in zwölf Verbrauchsgruppen (COICOP-Hauptgruppen) eingeteilt und publiziert.

Es existieren mehrere Gewichtungsschemata. Der VPI beinhaltet alle Ausgaben der Österreicher, ist also nach dem Inländerkonzept erstellt. Der HVPI basiert auf dem Inlandskonzept, es werden also auch die Ausgaben von Touristen in Österreich berücksichtigt. Die Ausgaben für eigentümergenutztes Wohnen sind derzeit noch exkludiert. Der PIPH (Preisindex für Pensionistenhaushalte) beinhaltet Indexpositionen des VPI, die Ausgabenanteile in der Gewichtung beziehen sich aber nur auf österreichische Pensionistenhaushalte. Weiters wird ein PKW-Index (Index für den privaten PKW-Verkehr), ein Index des täglichen und wöchentlichen Einkaufs berechnet, welche Teilausschnitte des VPI-Warenkorbs darstellen.

    
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