Schlachtungen

Schlachtungen und Fleischproduktion 2011

Im Jahr 2011 wurden insgesamt 5.601.000 Schweine, 615.000 Rinder, 73.300 Kälber, 288.000 Schafe und Lämmer, 53.900 Ziegen und Kitze sowie rund 1.000 Pferde, Fohlen und andere Einhufer geschlachtet.

Dies führte in Folge zu einem geringeren Anfall an Rindfleisch (-1,9% auf 215.000 t), wie auch an Kalb- (-5,7% auf 7.400 t) und Schweinefleisch (-0,3% auf 544.000 t).

Dem gegenüber stiegen sowohl Schaf- und Lammfleisch (+8,6% auf 6.650 t) als auch Ziegenfleisch (+11,4% auf 686 t) im Jahr 2011 merklich an. Ein leichtes Plus verzeichnete auch Pferdefleisch (+2,1% auf 194 t).

Die im Berichtsjahr ermittelte Zahl an geschlachteten Schweinen lag mit 5.601.000 (-0,6% bzw. -31.600 Stück) geringfügig unter dem Ergebnis des Jahres 2010, wobei 93,4% sämtlicher Schlachtungen in den Bundesländern Oberösterreich (2.113.000 Stück; Anteil: 37,7%), Steiermark (1.872.000 Stück; Anteil: 33,4%) und Niederösterreich (1.248.000 Stück; Anteil: 22,3%) durchgeführt wurden.

Die Zahl der geschlachteten Rinder sank mit 615.000 bundesweit um -1,6% bzw. 9.700 Stück. Regional betrachtet kam es im Burgenland (-13,8%), in Kärnten (-5,6%), in Niederösterreich (-2,4%), in der Steiermark (-7,8%) und in Tirol (-2,5%) zu einer Verringerung der Schlachttätigkeit, während in Oberösterreich (+2,1%), Salzburg (+2,2%), Vorarlberg (+3,7%) und in Wien (+6,9%) Zunahmen verzeichnet wurden.

Die Gliederung der Rinder nach Untergruppen zeigte ein geringeres Schlachtaufkommen bei Stieren (-1,5% auf 289.000 Stück), der absolut gesehen bedeutendsten Gruppe. Ebenso rückläufig waren die Schlachtungen von Kühen (-2,9% auf 193.000 Stück) und Kalbinnen (-1,0% auf 101.000 Stück). Ansteigend war allein die Zahl der geschlachteten Ochsen (+4,7% auf 32.600 Stück).

Bei Kälbern, die eine eigene Verwendungsgruppe in der Schlachtungsstatistik darstellen, verringerte sich das Schlachtungsvolumen erneut. Es sank 2011 auf 73.300 Stück (-5,3%), womit diese Gruppe abermals einen absoluten Tiefststand erreichte. Längerfristig, etwa über einen Zeitraum von rund 20 Jahren gesehen, hat sich deren Schlachtzahl (1991: 178.370 Stück) bis zuletzt deutlich mehr als halbiert (-58,9%).

Die Zahl der Schaf- und Lämmerschlachtungen stieg mit 288.000 Stück (+8,4%) im Jahr 2011 bundesweit erneut merklich an. Ebenso verhielt es sich mit der Zahl der geschlachteten Ziegen und Kitze (+19,4% auf 53.900 Stück). Zudem kam es noch zu rund 1.000 Schlachtungen von Pferden, Fohlen und anderen Einhufern (+5,9%).

Methodische Hinweise

Das Jahresergebnis der Schlachtungsstatistik informiert über die Gesamtzahl der geschlachteten Nutztiere in- und ausländischer Herkunft, die im Inland geschlachtet werden, sowie über die sich daraus ergebende Fleischproduktion. Als Grundlage für die Berechnungen werden die monatlichen Meldungen der amtlichen Fleischuntersuchungsorgane über sämtliche untersuchten und beurteilten Schlachtungen herangezogen. Die vorliegenden Ergebnisse umfassen zudem bei Schweinen, Schafen und Ziegen auch nicht untersuchte Schlachtungen. Angemerkt sei, dass Schweine, Schafe und Ziegen von der Untersuchungspflicht ausgenommen sind, wenn die jeweiligen Schlachtkörper ausschließlich durch die Tierhalterin oder den Tierhalter, durch im Haushalt lebende Familienmitglieder oder durch Betriebsangehörige verzehrt werden. Die Zahl der nicht untersuchten Schweineschlachtungen selbst wird hierbei im Rahmen von Bestandserhebungen (im Dezember bzw. Juni des Berichtsjahres) ermittelt. Das Datenmaterial für Schafe und Ziegen basiert zur Gänze auf einem die zu erwartende Nachzucht simulierenden Modell unter Einbeziehung von Schätzungen einschlägiger Fachleute.

Die Berechnung der Fleischproduktion erfolgte für jede Tiergattung bzw. Verwendungsgruppe mittels Multiplikation der Zahl der geschlachteten Tiere selbst mit dem jeweils zugehörigen durchschnittlichen Schlachtgewicht. Letzteren lagen Daten der Agrarmarkt Austria zugrunde, welche für Schafe und Ziegen um Schätzungen von Fachleuten im Rahmen des eingangs zitierten Modells ergänzt wurden.

Geflügelschlachtungen 2011

Mit 72,6 Millionen Stück verzeichneten die meldepflichtigen Schlächtereien Österreichs im Berichtsjahr 2011 einen Anstieg an geschlachteten Hühnern von 0,3%. Der Hühnerfleischanfall in Herrichtungsform fiel im gleichen Zeitraum auf 95.064 Tonnen und somit um -1,6% unter das Vorjahresniveau. Wie bereits in den Jahren zuvor wurde vorrangig Ware der Herrichtungsform „Teile“ produziert. Mit einer Steigerung um 4,4% wies diese Kategorie demnach einen Anteil am gesamten Schlachtvolumen von 44,1% auf.

Zahlen zu Truthühnern (Puten), Gänsen, Enten und Perlhühnern können aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden.

Methodische Hinweise

Die Erhebung erfolgte gemäß Verordnung BGBl II Nr. 356/2003 idgF. Zur Auskunft hierbei waren jedenfalls Schlachtbetriebe mit im Bezugs-Vorjahr mindestens 5.000 getätigten Geflügelschlachtungen verpflichtet.

    
  • Tabelle(n)
  • Weitere Informationen
  • Stat. Datenbanken
  • Pressemitteilungen
  • Publikationen
  • Allgemeine Auskünfte
Zahl der untersuchten Schlachtungen 2006 bis 2011HTMLPDFXLSX
Hühnerschlachtungen, Fleischanfall 2006 bis 2011HTMLPDFXLSX



Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1)71128-7070 
FAX: +43 (1) 715 68 28 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 16.00 Uhr