Bei Fruchtgemüse stieg die Erntemenge im Vergleich
zu 2010 um 15%. Auch bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse erhöhte
sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 10%. Die stärkste Zunahme
war aber bei der Produktgruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten
zu verzeichnen, wo vor allem dank ausgezeichneter Ertragslage und Flächenausweitung
bei den Hauptkulturen Zwiebel und Karotte, über ein Viertel mehr geerntet
wurde als im Vorjahr (+26%).
Die Fruchtgemüseernte kam auf 144.700 Tonnen womit das Vorjahresergebnis
um 15%, der Fünfjahresdurchschnitt um 17% überschritten wurde. Infolge
von Anbauausweitung stieg die Zuckermaisproduktion bei gutem Hektarertrag
im Vergleich zum Vorjahr um 27% auf 12.300 Tonnen. Bei Tomaten wurde,
zum Teil flächenbedingt (+5%), eine Produktionsmenge von 50.400 Tonnen
erreicht (+14% zu 2010). Besonders der Anbau von Rispenparadeisern wurde
weiter forciert, wodurch hier erstmals eine Produktion von 37.700 Tonnen
resultierte (+17% zu 2010). Bei Gurken ging die Fläche insgesamt zurück
(-4%), dennoch wurde eine Erntemenge von 45.400 Tonnen erzielt, was 11%
über dem Vorjahr lag. Die Fläche von Einlegegurken wurde erneut reduziert
(-9%) wodurch die Produktion dank guter Ertragslage mit 12.000 Tonnen
auf Vorjahresniveau stagnierte. Die Kultur von Glashausgurken wurde
hingegen weiter ausgeweitet und eine Erntemenge von 30.700 Tonnen erzielt
(+16% zu 2010). Wegen der EHEC-Krise (Befürchtete Kontamination bestimmter
Gemüsearten mit Enterohämorrhagischen Escherichia coli - Bakterien)
kam es hier allerdings zu teils erheblichen Vermarktungsproblemen. Auch
Paprika verzeichnete - vor allem bei der bunten Varietät - ein Produktionsplus
von 9% auf 15.700 Tonnen. Bei Speisekürbis nahm die Fläche, dem Trend
der letzten Jahre folgend, deutlich zu (+19% zu 2010), wodurch eine
Produktion von 14.100 Tonnen (+31% zu 2010) erreicht wurde und bei Zucchini
fiel die Ernte mit 5.600 Tonnen ebenfalls über der des Vorjahres aus
(+20%).
An Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse wurden 178.700 Tonnen produziert
(+10% zu 2010) womit eine leichte Steigerung gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt
erzielt wurde (+2%). Die Salaternte betrug 47.400 Tonnen, was weitgehend
der Vorjahresproduktion entsprach. Aufgrund der EHEC-Krise wurden Teilflächen
wegen Vermarktungsschwierigkeiten nicht abgeerntet - diese Ernteverluste
sind im Hektarertrag berücksichtigt. An Häuptelsalat wurden 14.400
Tonnen (-7% zu 2010) produziert und Bummerlsalat verzeichnete ein moderates
Plus von 2% auf 23.600 Tonnen. Bei Endivien- und Friseesalat wurde ebenfalls
eine höhere Produktion erreicht als 2010 (3.600 Tonnen, +6%). Kraut
erzielte eine Erntemenge von 65.700 Tonnen (+14% zu 2010), wovon bereits
45% Industriekraut waren. Chinakohl zeigte nach drei schwächeren Jahren
wieder ein sehr gutes Ertragsniveau, woraus eine Produktion von 28.200
Tonnen (+8% zu 2010) resultierte. Die Spinatfläche wurde erneut stark
ausgeweitet, dadurch ergab sich zusammen mit einem ausgesprochen hohen
Hektarertrag eine Rekorderntemenge von 14.900 Tonnen (+65% zu 2010).
Auch bei Spargel stieg die Produktion auf 2.500 Tonnen (+28%).
Aufgrund herausragender Ertragslage und Flächenausweitung
bei den Hauptkulturen Zwiebel und Karotte konnte die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel-
und Zwiebelgemüsearten die Produktion auf 380.300 Tonnen steigern
(+26%); zum Fünfjahresdurchschnitt wurde sogar ein Plus von 42% verzeichnet.
Bei Zwiebeln wurde die Fläche deutlich ausgeweitet, was zusammen mit
hohen Ertragswerten die Produktionsmenge um 30% in die Höhe schnellen
ließ (200.500 Tonnen). Auch Karotten erzielten mit 109.000 Tonnen eine
ausnehmend hohe Erntemenge (+27% zu 2010).
Bei Knoblauch wurde die Anbaufläche ebenfalls stark
vergrößert (+69%) sodass eine Produktion von 480 Tonnen (+57% zu 2010)
erreicht wurde. Massiv verstärkter Anbau (+23%) bewirkte auch bei Grünerbsen
eine Produktionssteigerung auf 12.500 Tonnen (+32% zu 2010). Radieschen
erbrachten eine Produktionsmenge von 6.000 Tonnen (+1% zu 2010).