Gemüse

Gemüseernte 2011

Die Produktion von Feld- und Gartenbaugemüse betrug 703.700 Tonnen und lag damit 19% über dem Vorjahr. Die Erntemenge notierte somit um fast ein Viertel (24%) über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Bei Fruchtgemüse stieg die Erntemenge im Vergleich zu 2010 um 15%. Auch bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 10%. Die stärkste Zunahme war aber bei der Produktgruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten zu verzeichnen, wo vor allem dank ausgezeichneter Ertragslage und Flächenausweitung bei den Hauptkulturen Zwiebel und Karotte, über ein Viertel mehr geerntet wurde als im Vorjahr (+26%).

Die Fruchtgemüseernte kam auf 144.700 Tonnen womit das Vorjahresergebnis um 15%, der Fünfjahresdurchschnitt um 17% überschritten wurde. Infolge von Anbauausweitung stieg die Zuckermaisproduktion bei gutem Hektarertrag im Vergleich zum Vorjahr um 27% auf 12.300 Tonnen. Bei Tomaten wurde, zum Teil flächenbedingt (+5%), eine Produktionsmenge von 50.400 Tonnen erreicht (+14% zu 2010). Besonders der Anbau von Rispenparadeisern wurde weiter forciert, wodurch hier erstmals eine Produktion von 37.700 Tonnen resultierte (+17% zu 2010). Bei Gurken ging die Fläche insgesamt zurück (-4%), dennoch wurde eine Erntemenge von 45.400 Tonnen erzielt, was 11% über dem Vorjahr lag. Die Fläche von Einlegegurken wurde erneut reduziert (-9%) wodurch die Produktion dank guter Ertragslage mit 12.000 Tonnen auf Vorjahresniveau stagnierte. Die Kultur von Glashausgurken wurde hingegen weiter ausgeweitet und eine Erntemenge von 30.700 Tonnen erzielt (+16% zu 2010). Wegen der EHEC-Krise (Befürchtete Kontamination bestimmter Gemüsearten mit Enterohämorrhagischen Escherichia coli - Bakterien) kam es hier allerdings zu teils erheblichen Vermarktungsproblemen. Auch Paprika verzeichnete - vor allem bei der bunten Varietät - ein Produktionsplus von 9% auf 15.700 Tonnen. Bei Speisekürbis nahm die Fläche, dem Trend der letzten Jahre folgend, deutlich zu (+19% zu 2010), wodurch eine Produktion von 14.100 Tonnen (+31% zu 2010) erreicht wurde und bei Zucchini fiel die Ernte mit 5.600 Tonnen ebenfalls über der des Vorjahres aus (+20%).

An Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse wurden 178.700 Tonnen produziert (+10% zu 2010) womit eine leichte Steigerung gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt erzielt wurde (+2%). Die Salaternte betrug 47.400 Tonnen, was weitgehend der Vorjahresproduktion entsprach. Aufgrund der EHEC-Krise wurden Teilflächen wegen Vermarktungsschwierigkeiten nicht abgeerntet - diese Ernteverluste sind im Hektarertrag berücksichtigt. An Häuptelsalat wurden 14.400 Tonnen (-7% zu 2010) produziert und Bummerlsalat verzeichnete ein moderates Plus von 2% auf 23.600 Tonnen. Bei Endivien- und Friseesalat wurde ebenfalls eine höhere Produktion erreicht als 2010 (3.600 Tonnen, +6%). Kraut erzielte eine Erntemenge von 65.700 Tonnen (+14% zu 2010), wovon bereits 45% Industriekraut waren. Chinakohl zeigte nach drei schwächeren Jahren wieder ein sehr gutes Ertragsniveau, woraus eine Produktion von 28.200 Tonnen (+8% zu 2010) resultierte. Die Spinatfläche wurde erneut stark ausgeweitet, dadurch ergab sich zusammen mit einem ausgesprochen hohen Hektarertrag eine Rekorderntemenge von 14.900 Tonnen (+65% zu 2010). Auch bei Spargel stieg die Produktion auf 2.500 Tonnen (+28%).

Aufgrund herausragender Ertragslage und Flächenausweitung bei den Hauptkulturen Zwiebel und Karotte konnte die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten die Produktion auf 380.300 Tonnen steigern (+26%); zum Fünfjahresdurchschnitt wurde sogar ein Plus von 42% verzeichnet. Bei Zwiebeln wurde die Fläche deutlich ausgeweitet, was zusammen mit hohen Ertragswerten die Produktionsmenge um 30% in die Höhe schnellen ließ (200.500 Tonnen). Auch Karotten erzielten mit 109.000 Tonnen eine ausnehmend hohe Erntemenge (+27% zu 2010).

Bei Knoblauch wurde die Anbaufläche ebenfalls stark vergrößert (+69%) sodass eine Produktion von 480 Tonnen (+57% zu 2010) erreicht wurde. Massiv verstärkter Anbau (+23%) bewirkte auch bei Grünerbsen eine Produktionssteigerung auf 12.500 Tonnen (+32% zu 2010). Radieschen erbrachten eine Produktionsmenge von 6.000 Tonnen (+1% zu 2010).

    
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