Seit Anfang der 1970er Jahre wird die Bevölkerungsentwicklung
in Österreich nahezu ausschließlich durch Wanderungsbewegungen bestimmt,
da Geburten und Sterbefälle sich (mehr oder weniger) weitgehend die
Waage halten. Da sich sowohl die internationalen Wanderungen mit dem
Ausland als auch die Binnenwanderungen innerhalb Österreichs sehr ungleich
verteilen, ergeben sich regional sehr unterschiedliche Auswirkungen
der Migration. Wanderungsgewinnen in den größeren Städten und ihrem
Umland stehen dabei Wanderungsverluste in peripherer gelegenen Gebieten
gegenüber.
Im Jahr 2011 wechselte etwa jeder zehnte Einwohner
(923.000 Personen) Österreichs seinen Wohnsitz. Etwas mehr als drei
Viertel davon (76% bzw. rund 698.000 Personen) verlegten ihren bisherigen
Hauptwohnsitz innerhalb einer bzw. in eine andere Gemeinde Österreichs,
24% (rund 225.000 Personen) wanderten über die Staatsgrenze. Aus der
Zahl von 130.208 Zuzügen aus dem Ausland und 94.604 Wegzügen in das
Ausland ergab sich ein internationaler Wanderungssaldo von 35.604 Personen.
Bezogen auf die Wohnbevölkerung Österreichs im Jahr 2011 lag die Netto-Zuwanderung
bei 4,3 je 1.000 der Bevölkerung und damit um rund ein Drittel höher
als 2010. Die Zahl der Binnenwanderungen in Österreich lag 2011 bei
698.094 Fällen und damit gut 3% höher als 2010 (677.206). Der größte
Teil der Binnenwanderungen verlief über kurze Distanzen, rund 54% der
Fälle betrafen Umzüge innerhalb einer Gemeinde.