Seit Anfang der 1970er Jahre wird die Bevölkerungsentwicklung in Österreich nahezu ausschließlich durch Wanderungsbewegungen bestimmt, da Geburten und Sterbefälle sich weitgehend die Waage halten. In Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen Geburten- und Sterbezahlen haben die Binnenwanderungen regional unterschiedlich starken Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung.
Die Zahl der Binnenwanderungen in Österreich lag
2011 bei
Durch die Größe Wiens als Millionenstadt und die funktionalen Verflechtungen mit den angrenzenden Regionen sind die Wanderungsgewinne im Osten Österreichs flächendeckender ausgeprägt als im übrigen Bundesgebiet. Die Binnenwanderung betrifft vor allem junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren sowie in der überwiegenden Mehrzahl inländische Staatsangehörige, wenngleich die Wanderungshäufigkeit bei Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft größer ist. Die altersspezifischen Muster der Binnenwanderung zeigen einen ausgeprägten Trend zur Suburbanisierung, der mit steigendem Alter auch auf stadtfernere Gebiete ausgreift. Einzig die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 26 Jahren wandern überwiegend in die Kernstädte, um die dortigen Bildungschancen und Arbeitsplatzangebote wahrzunehmen.
Die Gesamt-Binnenwanderungsrate bei der Geburt (das
ist die durchschnittliche Häufigkeit des Wohnsitzwechsels im Lauf eines
Lebens) lag 2011 bei Männern bei 6,57 und bei Frauen bei 6,75. Gegenüber
2010 ergab sich ein deutlicher Anstieg (Männer und Frauen: je