Hier können Sie Daten
zum Thema „Bevölkerungsprognosen“
für Österreich und die Bundesländer interaktiv abfragen!
Die Datenbank „Bevölkerungsprognosen“ beinhaltet einerseits Jahresdurchschnitte seit 1952 sowie Prognosewerte nach 10 Prognosevarianten bis zum Jahr 2075. Die Hauptvariante der Prognose ist als Defaultwert eingestellt, falls keine andere Variante ausgewählt wird. Diese Datenbank beinhaltet auf regionaler Ebene neben Österreich die 9 Bundesländer. Weiters sind die Daten ebenfalls nach 15-jähigem, 5-jährigem und 1-jährigem Alter sowie Geschlecht gegliedert abrufbar.
Nach den Ergebnissen der aktuellen Prognose wird die
Bevölkerung Österreichs auch in Zukunft weiterhin wachsen, und zwar
von dzt. 8,4 Mio. (2010) auf 9,0 Mio. im Jahr 2030
Das gesamte Bundesgebiet hatte 2010 im Jahresdurchschnitt
eine Bevölkerung von 8,39 Mio. Personen. In Zukunft ist wie schon in
der Vergangenheit mit weiteren Bevölkerungszuwächsen zu rechnen. Die
jährlichen Wachstumsraten werden auch in Zukunft über drei Promille
betragen. Dies bedeutet, dass die Bevölkerung Österreichs bis zum
Jahr 2015 auf 8,56 Mio.
Während die Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten wächst, verändert sich parallel dazu auch die Altersstruktur. Die Zahl der unter 15-jährigen Personen sinkt in den nächsten Jahren weiter ab, ihr Anteil geht langfristig stark zurück. Die Bevölkerung im Alter von über 60 Jahren wird hingegen zahlen- und anteilsmäßig stark an Gewicht gewinnen. Die erwerbsfähige Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 60 Jahren wird in den kommenden Jahren vor allem durch Zuwanderung noch leicht anwachsen, langfristig aber wieder sinken.
Im Jahr 2010 lebten in Österreich 1,24 Mio. unter
15-jährige Kinder (14,8% der Gesamtbevölkerung). Infolge der im 21. Jahrhundert
niedrigeren Geburtenzahlen als noch in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre
wird die Zahl der unter 15-Jährigen in den nächsten Jahren noch zurückgehen.
Bis zum Jahr 2013 wird sie auf 1,22 Mio.
Im Jahr 2010 standen 5,21 Mio. Personen
im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 60 Jahren. In den Jahren bis 2015 wird sich
das Erwerbspotenzial noch leicht auf 5,26 Mio. Personen
Kräftige Zuwächse sind hingegen ab sofort bei der über
60-jährigen Bevölkerung zu erwarten. Der Zeitraum, der in den
letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als sogenannte „demographische
Atempause“ im Hinblick auf den bevorstehenden demographischen Alterungsprozess
der Bevölkerung bezeichnet wurde, ist bereits zehn Jahre vorbei. Seit
der Jahrhundertwende, aber auch künftig, treten immer stärker besetzte
Generationen ins Pensionsalter über. In der jüngeren Vergangenheit
waren dies die starken Geburtsjahrgänge um 1940, bald werden es dann
die Baby-Boom-Jahrgänge der späten 1950er- und der 1960er-Jahre sein.
Auch werden durch die Zugewinne bei der Lebenserwartung mehr Menschen
als früher ein höheres Alter erreichen. Zudem sind die nachrückenden
Männergenerationen von Kriegsverlusten unversehrt geblieben. Somit
wird die Zahl der über 60-Jährigen im Jahr 2015 mit 2,07 Mio. um 7%
größer sein als 2010 (1,94 Mio.). Bis 2030 steigt ihre Zahl auf 2,81
Mio.
Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung nimmt im Prognosezeitraum bis 2050 um 5,5 Jahre zu, von derzeit 41,6 Jahre (2010) auf 47,1 Jahre (2050). Um 1970 lag das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung noch bei 36,1 Jahren und war somit um 5½ Jahre niedriger als derzeit.
Das Burgenland wird laut
mittlerer Variante der Bevölkerungsvorausschätzung künftig steigende
Bevölkerungszahlen zu verzeichnen haben. Bis 2020 wächst die Bevölkerung
um 3%, bis 2030 um 7% und bis 2050 schließlich um 12%. Grund dafür
sind die Wanderungsgewinne und zwar in erster Linie jene gegenüber
den anderen Bundesländern Österreichs. Demnach wächst die Bevölkerungszahl
des östlichsten Bundeslandes zwischen 2010 und 2050 von
Kärntens Bevölkerungszahl wird mittelfristig relativ konstant bleiben,
langfristig aber etwas niedriger sein als derzeit. Die internationale
Zuwanderung kann die Binnenwanderungsverluste und die negativen Geburtenbilanzen
nicht kompensieren. Der Rückgang erreicht bis 2050 rund 2% des Ausgangsbestands,
und die Bevölkerung wird dann
Niederösterreich wird in den kommenden Jahren infolge der verstärkten Zuwanderung weiter stark an Bevölkerung gewinnen und von 1,61 Mio. (2010) bis 2050 um ein knappes Fünftel (19%) auf 1,92 Mio. anwachsen. Auf Niederösterreich entfällt damit noch vor der Bundeshauptstadt Wien das langfristig höchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer. In Wien ist es nur kurzfristig etwas höher als in Niederösterreich.
In Oberösterreich wird das prognostizierte
Bevölkerungswachstum hingegen unter dem Bundestrend bleiben. Die Bevölkerungszahl
wird von 1,41 Mio. (2010) auf 1,49 Mio. im Jahr 2030
Auch die Bevölkerung Salzburgs wird in Zukunft
wachsen. Derzeit leben im Land
Für die Steiermark werden ebenfalls
Bevölkerungszunahmen prognostiziert, die aber mittelfristig nur etwa
halb so stark ausfallen wie im Bundestrend. Bis 2030 steigt die Einwohnerzahl
von dzt. 1,21 Mio. auf 1,25 Mio.
Tirol wird weiterhin stärkere Bevölkerungszuwächse verzeichnen,
die dem Bundestrend entsprechen. Die Bevölkerungszahl wird hier von
Auch Vorarlberg
wird bis 2050 wachsen. Derzeit leben im westlichsten Bundesland
Wien wird künftig
vorerst noch das stärkste und langfristig knapp hinter Niederösterreich
das zweitstärkste Bevölkerungswachstum aller neun Bundesländer erleben
und sich gleichzeitig zum Bundesland mit der jüngsten Altersstruktur
entwickeln. Grund dafür ist die starke Zuwanderung: Rund 37% der Zuwanderer
aus dem Ausland siedeln sich in der Bundeshauptstadt an. Auch hat Wien
schon längere Zeit nicht mehr die niedrigste Fertilitätsrate aller
Bundesländer, sondern liegt seit einigen Jahren im Bundesschnitt. So
wächst die Bevölkerung von 1,71 Mio. (2010) bis 2015 auf 1,76 Mio.
Die Einwohnerzahl in den Städten und insbesondere in deren Umlandgebieten wird deutlich steigen, wobei der Großraum Wien besondere Dynamik zeigt. Strukturschwache, schwerer erreichbare Regionen werden hingegen an Bevölkerung verlieren.
Österreichs Bevölkerung altert – das gilt für alle Regionen, allerdings zeigen sich im Detail doch eine Reihe von Unterschieden: Wo die Bevölkerung in erster Linie durch Zuwanderung steigt, wird die Alterung nicht so massiv ausfallen wie in Regionen mit Bevölkerungsrückgang. Im Großraum Wien ist sogar mit einer Zunahme an Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 19 Jahren zu rechnen. In abgeschwächtem Ausmaß gilt dies auch für einige andere Landeshauptstädte (Graz, Linz).
Die über 65-Jährigen werden zahlenmäßig als einzige Altersgruppe in Zukunft flächendecken zulegen. Dabei spielt weniger die steigende Lebenserwartung eine Rolle, sondern in erster Linie der Übertritt der starken Baby-Boom-Jahrgänge der frühen 1960-er Jahre ins Pensionsalter.
Vorläufig werden nur unentgeltlich verfügbare Daten angeboten, weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Datenbank!