Erwerbsstatus

Im Jahresdurchschnitt 2011 betrug die Zahl der Erwerbspersonen nach dem ILO-Konzept insgesamt 4.322.900 Personen (2.320.800 Männer, 2.002.100 Frauen). Innerhalb des letzten Jahrzehntes stieg diese Zahl kontinuierlich an. Der leichte Rückgang von 2003 auf 2004 und die deutliche Zunahme im Folgejahr sind zum Teil auf die erhebungsbedingte Umgestaltung des Mikrozensus zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte 2011 bei den Erwerbspersonen ein Anstieg von 38.300 verzeichnet werden. 4.143.900 Personen waren 2011 erwerbstätig, dies sind um etwa 433.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung geht fast ausschließlich auf das Konto der weiblichen Erwerbstätigen, deren Zahl sich seit 2001 beträchtlich erhöhte. Die Zahl der Arbeitslosen bewegt sich auf einem höheren Niveau wie vor zehn Jahren und betraf im Jahr 2011 179.000 Personen; gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein Rückgang von 9.100 Personen. Die Zahl der Nicht-Erwerbspersonen ab 15 Jahren ergab 2011 2.739.400 Personen.

Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen betrug 2011 75,3%, jene der Männer 81,1% und der Frauen 69,5%. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern entwickelte sich in den letzten Jahren unterschiedlich. Bei den Männern betrug die Erwerbsquote im Jahr 2001 79,3% und liegt nun geringfügig darüber (81,1%). Bei den Frauen ließ sich hingegen eine Zunahme von 7,3 Prozentpunkten erkennen, welche vor allem auf Frauen mittleren Alters zutraf.

Beim Lebensunterhaltskonzept, welchem eine Selbstzuordnung der Respondentinnen und Respondenten zu einer bestimmten sozialen Gruppe zugrunde liegt, fiel die Zahl der Erwerbspersonen deutlich geringer aus. Danach gab es im Jahr 2011 4.200.000 Erwerbspersonen und 2.887.300 Personen ab 15 Jahren mit einem sonstigen Lebensunterhalt. Die Entwicklung innerhalb des letzten Jahrzehntes verlief ähnlich wie nach dem ILO-Konzept. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen erhöhte sich von 1.619.500 im Jahr 2001 auf 1.899.900 2011.

Hinweis: Beim ILO-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann. Beim Lebensunterhaltskonzept geben die Respondenten ihren sozialen Status selbst an. Nach diesem Konzept zählen bis 2003 Personen mit einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von mindestens 12 Stunden als erwerbstätig, ebenso Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis; ab 2004 gilt ausschließlich Selbstzuordnung. Grundsätzlich beziehen sich die Daten auf die Wohnbevölkerung in Privathaushalten.

    
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