Im Jahr 2011 waren laut AMS rund
Ein Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit seit 1995 zeigt eine Teilung in mehrere Abschnitte.
Einem recht kräftigen Anstieg von 1995 auf 1996 von
Die Arbeitslosenquote entwickelte sich analog zu den Arbeitslosenzahlen. Die niedrigste Quote lag bei 5,8% und wurde, wie auch der Tiefstwert bei der Arbeitslosenzahl, im Jahr 2000 erreicht, die höchste, im Jahr 2005, betrug 7,3%. Fast ebenso hohe Quoten wurden auch in den Jahren 1996 bis 1998 (7,0 bis 7,2%) und 2002 bis 2004 verzeichnet (6,9 bis 7,1%). Von 2006 bis 2008 war die Quote rückläufig (6,8 bis 5,8%). Im Jahr 2009 hingegen stieg die Arbeitslosenquote wieder deutlich an und betrug 7,2% und ging 2010 und 2011 (6,7%) wieder zurück. Die Arbeitslosenquote der Frauen lag von 1995 bis 2000 über jener der Männer, von 2001 bis 2010 war es umgekehrt. Die Auf- und Abbewegungen waren bei beiden Geschlechtern gleichlaufend. Die Arbeitslosenquote der Ausländer und Ausländerinnen lag im ausgewiesenen Zeitraum ab 1995 deutlich über dem Durchschnittswert.
Vergleicht man die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen des AMS mit jenen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (AKE) seit 1995, so lassen sich dieselben Tendenzen ablesen. Dies gilt sowohl für die Gesamtzahl als auch für Männer und Frauen. Das Niveau der Arbeitslosenzahl und auch der Arbeitslosenquote liegt beim AMS über jenem der AKE. Das trifft vor allem im ersten und vierten Quartal zu, also in Monaten mit hoher Saisonarbeitslosigkeit bei Männern. Bei der Arbeitslosenquote zeigten sich in den Jahren 2001 und 2004 bis 2008 Unterschiede hinsichtlich der Betroffenheit von Männern und Frauen zwischen den beiden Datenquellen. In diesen Jahren wiesen in der AKE Frauen die höhere Arbeitslosenquote auf, beim AMS Männer.
Hinweis: Die vom Arbeitsmarktservice (AMS) veröffentlichte nationale Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote basieren auf den beim Arbeitsamt vorgemerkten Arbeitslosen und den beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HV) erfassten unselbständig Beschäftigten. Die aus dem Mikrozensus bzw. der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung (AKE) stammende Zahl der Arbeitslosen und auch der Erwerbstätigen entspricht dem ILO-Konzept, dem die internationale Definition von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit zugrunde liegt. Beim ILO-Konzept gilt eine Person als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet hat, aber normaler Weise einer Beschäftigung nachgeht. Personen mit aufrechtem Dienstverhältnis, die Karenz- bzw. Kindergeld beziehen, sind bei den Erwerbstätigen inkludiert. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann.
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