Vergleicht man die Ergebnisse des Produzierenden Bereichs (ÖNACE 2008 B bis F) mit den Ergebnissen
des Dienstleistungsbereichs
(ÖNACE 2008 Abschnitte G bis N und Abteilung S95), so fällt auf, dass
knapp mehr als vier Fünftel (80,1%) der Unternehmen im Dienstleistungsbereich
(inkl. Handel) tätig sind. Dieser stetig wichtiger werdende Bereich
entwickelte sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und bietet
immer mehr Personen einen Arbeitsplatz. 2009 waren im Dienstleistungsbereich
(inkl. Handel) mehr als 1,7 Mio. Personen beschäftigt (1995 waren
es rd. 1,2 Mio.), davon 613.000 alleine im Handel. Nur rund 59.100 Unternehmen
sind in Österreich in der Produktion (ÖNACE 2008 B bis E) und im Bauwesen (ÖNACE 2008 F) zu finden. Allerdings beschäftigten
diese sehr traditionellen Säulen der heimischen Wirtschaft zusammen
rund 933.000 Personen und erwirtschafteten 2009 einen Umsatz von rund
217 Mrd. Euro. Allein im Bau waren 2009 rund 274.000 Personen beschäftigt.
Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 2009
39,0% auf den Produzierenden Bereich und 60,1% auf den Dienstleistungsbereich.
Bei den Bruttoinvestitionen hatten die Dienstleistungen mit einem Anteil
von beinahe drei Viertel (712,1%) ein deutliches Übergewicht.
Das Wirtschaftswachstum entwickelte sich seit dem Beitritt Österreichs
zur Europäischen Union insgesamt beständig, jedoch mit Schwankungen
in einzelnen Branchen im Zeitverlauf. Die österreichische Wirtschaftsleistung
stieg im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,3% und kehrte
nach einer negativen Entwicklung (2009: -3,8%) im Vorjahr wieder auf
den positiven Pfad zurück. Von dieser positiven Entwicklung profitierten
im Bereich Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) besonders die Branchen „Reparatur/Installation
v. Maschinen“ (+32,3%), „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“
(+25,8%) sowie die „Metallerzeugung und –bearbeitung“ (+20,4%).
Während der Einzelhandel lediglich ein leichtes Wachstum von 1,8% gegenüber
dem Vorjahr aufwies, verzeichnete der Großhandel eine Steigerung von
-4,2%. Auch der Dienstleistungsbereich (inkl. Handel) (ÖNACE 2003 G
bis K) zeigte größtenteils eine positive Entwicklung gegenüber dem
Vorjahr, wobei die Branche „Flugfahrt“ mit 30,9% den mit Abstand
größten Anstieg aufwies. Mit einem Minus von 15,5% ergab sich für
das „Verlagswesen“ der größte Rückgang im Dienstleistungsbereich
im Jahr 2010.
Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftsbereiche nach ÖNACE-Abschnitten, so zeigt sich,
dass 2009 auf die „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) mit 25,4% der höchste
Wertschöpfungsanteil (Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten) aller Produktions-
und Dienstleistungsbetriebe entfiel. In diesem Bereich wirtschafteten
2009 25.319 Unternehmen. Mit einem Anteil von 24,5% waren hier auch
die meisten unselbständig Beschäftigten tätig, dies waren in absoluten
Zahlen ausgedrückt 588.632 Personen. Die Zahl der Beschäftigten insgesamt
(Selbständige und Unselbständige) betrug 2009 im Bereich „Herstellung
von Waren“ 606.526. Gemessen an der Anzahl der Unternehmen hatte der Bereich „Handel“ (ÖNACE 2008 G) den größten Anteil (nämlich 73.038
mit 612.872 Beschäftigten insgesamt), die 33,1% der Umsatzerlöse aller
Produktions- und Dienstleistungsbetriebe erzielten. Im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“
waren 2009 44.089 Unternehmen tätig, die 258.901 Personen beschäftigten.
Im Branchenvergleich ergibt sich bei der Analyse der
Variable Umsatz
pro Beschäftigtem folgendes Bild: Während im Österreichschnitt
im Jahr 2009 ein durchschnittlicher Umsatz pro Beschäftigtem von 228.470
Euro erzielt werden konnte, betrug dieser in der „Energieversorgung“
(ÖNACE 2008 D) 993.475 Euro, im Bereich “Finanz- und Versicherungsleistungen“
(ÖNACE 2008 K) 520.322, im „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B) 319.326 und
im „Handel“ (ÖNACE 2008 G) 328.776 Euro. Hingegen konnten 2009
im Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ nur 55.847 Euro Umsatz
pro Beschäftigtem erwirtschaftet werden.
Die Industrie (ÖNACE 2008 B bis E) lag 2009 hinsichtlich der Bruttowertschöpfung
pro Beschäftigtem mit rund 74.500 Euro deutlich über jener
des Bauwesens
mit nur ca. 52.000 Euro. Die insgesamt umsatzstärksten Branchen in
der Industrie waren die „Energieversorgung“ (28,1 Mrd. Euro) und
der „Maschinenbau“ (16,1 Mrd. Euro), gefolgt von „Metallerzeugung
und -bearbeitung“ (13,6 Mrd. Euro). Den höchsten durchschnittlichen
Umsatz pro Unternehmen verzeichnete in der Industrie mit 83,9 Mio. Euro
und einer durchschnittlichen Zahl von 209 Beschäftigten die Branche
„Metallerzeugung und -bearbeitung“.
Die Bereiche Handel (ÖNACE 2008 G) und Dienstleistungen (ÖNACE 2008 H bis N, 95) erwirtschafteten
im Jahr 2009 mit rund 43.200 Euro im Handel und rund 64.800 Euro bei
den Dienstleistungen eine niedrigere Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem
als die Industrie
(74.500). Im Dienstleistungsbereich verzeichneten die Unternehmen der
Branche „Versicherungen und Pensionskassen“ mit 270,0 Mio. Euro
den höchsten durchschnittlichen Umsatz pro Unternehmen und mit 405
Beschäftigten pro Unternehmen die höchste Beschäftigtendichte. Gemessen
an den Umsatzerlösen befindet sich die Branche „Versicherungen und
Pensionskassen“ mit 19,2 Mrd. Euro an zweiter Stelle nach den „Finanzdienstleistungen“,
die mit rund 44,4 Mrd. Euro die umsatzstärkste Branche des Dienstleistungsbereichs
war.
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einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“)
zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen
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